Kapitel 6: Handlungsfeld Industrie und Gewerbe

I04: Gewerbegebiete in ihrer Klimaresilienz stärken

Es wird auf eine stärkere, überregional einheitliche Bauleitplanung hingewirkt, die stärker Klimawandel-Belange berücksichtigt. Besonders vorbildliche Maßnahmen werden vom Landkreis ausgezeichnet.

Neben der Betrachtung des Einzelbetriebes im Hinblick auf seine Anfälligkeit für Extremwetter, kann es sinnvoll sein, Gewerbegebiete im Ganzen zu betrachten. Beispiel Versiegelung: Viele Betriebe müssen aufgrund ihrer Logistik große Flächen versiegeln, was bei Starkregen schnell zu Überschwemmungen führen kann. Der Wasserschaden entsteht dann aber u.U. auch bei den Nachbarbetrieben, die selbst vielleicht nur kleine Flächen bebaut haben. Die Bauleitplanung kann – zumindest bei neu zu planenden Industrieflächen – dafür sorgen, dass Gewerbegebiete klimaresilient gestaltet werden: Durch kommunale Maßnahmen einerseits (z.B. ausreichend große Regenrückhaltebecken) aber auch durch Auflagen, an die sich die Betriebe halten müssen. Hier sollten kreisweit einheitliche Regelungen angestrebt werden, um Konkurrenz zwischen den Kommunen zu unterbinden. Gleichzeitig könnte ein Wettbewerb besonders klimaangepasste Unternehmen würdigen und die Maßnahmen zur Nachahmung empfehlen.

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