Bewachsene Hauswand

Maßnahmen den Klimaanpassungskonzepts

Vom 2. September bis zum 1. Dezember 2020 könnten 47 Maßnahmen aus 12 Handlungsfeldern bewertet und kommentiert werden.
Hier können Sie sich die Maßnahmen weiterhin ansehen.

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Handlungsfeld Gesundheit


Die Bevölkerung des Landkreises Osnabrück wird im Durchschnitt immer älter. Gerade ältere Menschen sind durch Hitzewellen besonders gefährdet, daher drohen im Zuge des Klimawandels die Fälle von Dehydrierung und Herz-Kreislauf-Problemen im Sommer deutlich häufiger zu werden. Auch andere empfindliche Bevölkerungsgruppen wie Schwangere und kleine Kinder müssen zunehmend vor Extremwetterlagen geschützt werden.

Ein wärmeres Klima begünstigt außerdem die Ausbreitung von sogenannten Zoonosen. Das sind Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden. Mücken und Zecken beispielsweise, die Erreger übertragen, werden unter Umständen durch längere Sommer und fehlenden Frost im Winter begünstigt und dadurch häufiger. Das benachbarte Emsland wird inzwischen als Risikogebiet für die von Zecken übertragene Krankheit FSME geführt. Ein weiteres Beispiel ist die Rötelmaus, die das Hantavirus überträgt und sich klimabedingt in manchen Jahren besonders stark vermehrt.

Eine weitere Folge der sich verschiebenden Jahreszeiten ist die Verlängerung der „Pollensaison“, so dass Allergiker zukünftig wohl mit stärkeren Belastungen zurechtkommen müssen. Ebenfalls häufiger werden Blaualgen, die in Badegewässern große Probleme verursachen können.

Mit der Ampel können sie die einzelnen Maßnahmen bewerten: 
grün = Die Maßnahme finde ich sinnvoll.
gelb = Zu dieser Maßnahme habe ich keine Meinung. 
rot = Diese Maßnahme finde ich weniger sinnvoll.

Es werden Karten erstellt, in denen regelmäßig die Vorkommen allergener Tier- und Pflanzenarten sowie das Auftreten potentiell krankheitsübertragender Tiere (sog. „Vektoren“) eingetragen wird.

Durch die steigenden Mitteltemperaturen und veränderte Großwetterlagen breiten sich verschiedene Tier- und Pflanzenarten aus, die für die Gesundheit der Menschen zum Problem werden können. So löst zum Beispiel die Beifu&sz...

Mithilfe geeigneter Medien informiert der Landkreis die Bevölkerung z.B. über Veränderungen für Allergiker, neue Infektionskrankheiten, und das richtige Verhalten bei Extremwetter.

Bei der Anpassung an die sich ändernden Klimaverhältnisse kann sich die Bevölkerung nicht allein auf die Behörden verlassen. Jeder und jede muss auch für sich selbst und sein/ihr eigenes Umfeld Verantwortung übernehmen, Vorsorge treffen u...

Der Landkreis intensiviert seine Aufklärungsarbeit zu Zoonosen vor dem Hintergrund des Klimawandels. Zielgruppe sind hier Fachkräfte aus dem medizinischen und pflegerischen Bereich.

Auch Fachleute aus dem Gesundheitssektor wissen nicht automatisch über alle neuen, klimawandelbedingten Veränderungen bescheid. Seit der Corona-Pandemie ist zwar das Wissen über Zoonosen rapide gewachsen, neue, andersartige Erreger können aber andere Sympto...

Es werden Strategien entwickelt, um Lücken in der medizinischen Versorgung zu schließen, die sich durch den demographischen Wandel vergrößert haben und durch den Klimawandel zunehmend zum Problem werden.

Im internationalen Vergleich hat Deutschland ein recht dichtes medizinisches Versorgungsnetz. Zu diesem Netz zählen z.B. Krankenhäuser und Pflegeheime, Arztpraxen, Hebammenpraxen, Apotheken, Rettungs- und Pflegedienste. Dadurch, dass...