Bewachsene Hauswand

Maßnahmen den Klimaanpassungskonzepts

Vom 2. September bis zum 1. Dezember 2020 könnten 47 Maßnahmen aus 12 Handlungsfeldern bewertet und kommentiert werden.
Hier können Sie sich die Maßnahmen weiterhin ansehen.

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Handlungsfeld Naturschutz und Biodiversität


Der Landkreis Osnabrück ist eine Kulturlandschaft, die man sich als Mosaik aus landwirtschaftlichen Nutzflächen (Äcker, Wiesen und Weiden), Waldflächen und Siedlungsflächen vorstellen kann. Für die Artenvielfalt sind oft gerade die kleinen Flächen dazwischen wichtig: Moore, Flüsse, Bäche und Seen, Waldränder, Wallhecken, Trockenmauern. Während kurzfristige Extremwetterereignisse solchen Biotopen in der Regel kaum schaden, können lange Dürreperioden oder dauerhafter Wassermangel die Zahl der Tier- und Pflanzenarten durchaus stark reduzieren. Gerade Moore sind auf einen hohen Grundwasserstand angewiesen, um dauerhaft den typischen seltenen Arten als Lebensraum dienen zu können. Pflanzen und Tiere, die auf Feuchtwiesen vorkommen, sind bei Dürre ebenfalls gefährdet. Wenn Gewässerläufe oder Seen immer wieder austrocknen, sterben auch ihre Bewohner früher oder später aus. Generell darf der Fokus nicht mehr allein darauf liegen, Wasser möglichst schnell aus der Fläche abzuleiten. Es müssen Wege gefunden werden, das Wasser in der Landschaft zurückzuhalten. Besonders problematisch ist die Situation, wenn die Biotope wie Inseln verteilt in der Landschaft liegen. Es fehlen dann Ausweichmöglichkeiten, wenn durch die Klimaveränderung einzelne solche Refugien Schaden nehmen.

Wenn sich die Jahreszeiten verschieben, geraten außerdem bestimmte natürliche Prozesse aus dem Rhythmus: Rastvögel z.B. finden möglicherweise zum Zeitpunkt ihres Durchzuges keine Nahrung mehr.

Andere Arten profitieren dagegen vermutlich vom Klimawandel, darunter aber leider auch solche, die problematisch sind, wie der Eichenprozessionsspinner oder das giftige Jakobs-Kreuzkraut.

Mit der Ampel können sie die einzelnen Maßnahmen bewerten: 
grün = Die Maßnahme finde ich sinnvoll.
gelb = Zu dieser Maßnahme habe ich keine Meinung. 
rot = Diese Maßnahme finde ich weniger sinnvoll.

Die durch den Klimawandel besonders betroffenen Hochmoore werden durch eine mittelfristige Beendigung des Torfabbaus, Wiedervernässung und Umstellung der landwirtschaftlichen Nutzung als besonders wertvolle Biotope erhalten.

Moore sind sowohl aus Artenschutz- als auch aus Klimaschutzsicht (als CO2-Speicher) von enormer Bedeutung. Gleichzeitig halten sie bei langanhaltendem Regen wie ein Schwamm das Wasser in der Landschaft. Leider gehören sie a...

Es wird stärker als bisher darauf hingearbeitet, dass im Landkreis ein Netz aus Lebensräumen entsteht und gleichzeitig ausreichend große Schutzgebiete als Rückzugsräume für geschützte Tiere und Pflanzen vorhanden sind.

Die „Vernetzung“ von Lebensräumen („Habitaten“) ist seit jeher ein wichtiges Ziel des Naturschutzes. Durch den Klimawandel gewinnt es nun zusätzlich an Bedeutung. So können Am...

Durch die Regeneration von Mooren, Flüssen und Auen werden diese Lebensräume vor Austrocknung geschützt. Regulierbare Drainagesysteme werden installiert, um flexibel auf verschiedene Wetterextreme reagieren zu können.

Durch den Klimawandel wird es nicht einfach trockener. Vielmehr können nach einem oder mehreren Dürrejahren auch wieder ungewöhnlich nasse Zeiten folgen mit wochenlangem Dauerregen. Um auf solche „hartnäck...

Die Naturschutzverwaltung beobachtet die sich ändernden Bedingungen in den Schutzgebieten intensiv und passt den jeweiligen Schutzzweck und die Maßnahmen bei Bedarf dynamisch an.

Die Arbeit des behördlichen und des privaten Naturschutzes konzentrierte sich bisher in der Regel auf den Erhalt des Status Quo hinsichtlich der Artenzusammensetzung in der Landschaft, ggf. auch mit Hilfe pflegender Eingriffe. Auch der so genannte „Prozessschutz&ldquo...